PID-Effekt

Potential Induced  Degradation / Spannungsinduzierte Degradation

Wenn der Solargenerator (Solarmodul oder Solaranlage) ein positives Potential zur Erde hat, sammeln sich unter Umständen negative Aufladungen an der Zelloberfläche. Diese Aufladungen sollten eigentlich zum Rückkontakt der Zelle fließen und so zur Stromproduktion beitragen. Stattdessen aber fließen diese Aufladungen über das Einkapselmaterial (EVA) und auch dem Frontglas zum Rahmen und tragen somit nicht zum Wirkungsgrad bei. Der PID-Effekt kann sich verstärkt bei hohen Systemspannungen zeigen.

Viele Zell- und Modulhersteller arbeiten aktuell an diesem Problem. Die Verwendung einer geänderten Antireflexschicht der Zellen sowie die Reduzierung des Sauerstoffanteils und der Einsatz angepasster Einkapselmaterialien wirkt dieser Erscheinung positiv entgegen.
Der PID-Effekt ist durch geeignete technische Maßnahmen wieder umkehrbar.

Die Modullieferanten unseres Portfolios beschäftigen sich intensiv mit dieser Problematik. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Handlungsbedarf bestehende oder neue Anlagen technisch nachzurüsten.

Folgende Modullieferanten haben bereits Stellung genommen. Zum Lesen der Mitteilungen klicken Sie bitte auf das Herstellerlogo.

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